Hingabe

Beten - kam mir lange Zeit irgendwie seltsam vor. Und nun tauchen sie bisweilen einfach auf in mir, Gebete. Und ich spüre ihre Kraft. Eigene Worte - und bisweilen durchmischt, Wortkombinationen, Sätze, die ich irgendwo noch in mir trage - aus den Kirchenbesuchen meiner Kindheit? Als ich gerne und regelmäßig in die Kirche ging, hauptsächlich, weil ich in den Sohn des Pfarrers verknallt war? Worte, die jetzt auf neue Weise für mich spürbar werden.

Die Christusfigur unterhalb - sie ist von meiner Urgroßmutter; eine kraftvolle Frau - die vertraute. Ich freue mich an ihr.

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Hingabe - Ein Gebet

Hingabe

 

Dir gebe ich mich hin, ich lasse mich durchfluten von Deinem Licht,

bis ich überlaufe

und nichts mehr von mir übrig ist.

 

Jede meiner Zellen trägt diese Sehnsucht und verzehrt sich nach Dir.

 

Öffne mich, öffne mich!

Ich öffne mich, nimm mich, ganz,

sodass mein Herz überquellen kann von dieser Liebe, die größer ist als alle Gewalt.

 

Dein Name sei mir heilig, jetzt und immerdar.

In Deinen Dienst stelle ich mich, ohne jeden Vorbehalt.

Ich verneige mich in tiefer Dankbarkeit vor Dir und lege mein Leben in Deine Hand.

 

Ich erahne Deine grenzenlose Gnade

und schmecke Deine grenzenlose Liebe, die mein Herz schmelzen lässt.

Ich liebe Dich, mit Haut und Haar und allen meinen Sinnen.

 

Ich bitte Dich, nimm die Masken von mir, denn ich sehne mich danach

nackt vor Dir zu stehen - unmittelbar, direkt, von Angesicht zu Angesicht.

 

Amen.

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